Die Tages- und Nachtpflege

Die Tages- und Nachtpflege ist eine teilstationäre Pflege und dient zur Ergänzung der häuslichen Pflege sowie zur Entlastung der pflegenden Angehörigen.

 

Die Tages- und Nachtpflege kann eine gute Lösung für pflegebedürftige Senioren sein, die weiterhin zu Hause wohnen möchten bzw. können, allerdings nicht komplett alleine zurechtkommen.

Was ist die Tagespflege?

Tagsüber, ob jeden Tag oder nur an bestimmten Tagen der Woche, befindet sich die pflegebedürftige Person in einer Tagespflegeeinrichtung, wird betreut, erlebt soziale Kontakte und andere Beschäftigungen. Und in der Nacht kann sie in bekannter Umgebung zur Ruhe kommen. Die meisten Einrichtungen bieten einen Fahrservice an, mit dem die Person täglich zur Einrichtung hin und wieder nach Hause gebracht wird. Somit muss sich der Angehörige nicht um den Transport bemühen.

Für wen ist die Tagespflege geeignet?

• Für Alleinstehende und Personen im höheren Alter
• Für Personen, die mit zunehmendem Alter immer seltener Hunger und Durst verspüren
• Für Senioren, die kognitiv beeinträchtigt sind
• Für Senioren mit körperlichen Bewegungsbeeinträchtigungen, die ihren Alltag nicht mehr allein bewältigen können
• Für Personen, die transportfähig sind (nicht bettlägerig).

Die Tagespflege ist ein Zwischenweg zwischen ambulanter und stationärer Pflege. Seit dem 1.1.2017 haben alle Personen ab dem Pflegegrad 2 einen Anspruch auf Tagespflege. Die Pflegekasse übernimmt hierbei die Kosten für die Pflege sowie für den Transport von der Wohnung zur Einrichtung und zurück. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie die Investitionskosten (womit z.B. die Instandhaltung der Pflegeeinrichtung finanziert wird) muss die zu betreuende Person selbst tragen. Die Investitionskosten liegen zwischen 9 – 18 Euro pro Tag und Bewohner. Die Kosten können zwischen den verschiedenen Bundesländern variieren.

Welche Leistungen werden in den Tageseinrichtungen angeboten?

• stundenweise Betreuung in kleinen Gruppen
• mehrere Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Kaffee und Kuchen, eventuell auch Abendessen), je nach Länge des Aufenthalts und Öffnungszeiten der Einrichtung
• Grundpflege, wie Begleitung zum Toilettengang, Hilfe beim Essen oder bei der Zahn- und Mundreinigung
• Spiele und Freizeitbeschäftigung
• Oftmals Fahrdienste, aber hier sollte konkret bei der Pflegeeinrichtung nachgefragt werden.

Was ist die Nachtpflege?

Die Nachtpflege beinhaltet dieselben Leistungen wie die Tagespflege, erfolgt aber nachts. Geeignet ist eine Nachtpflege besonders für Intensivpflege-Patienten oder Palliativ-Patienten, die auch in der Nacht besonders betreut werden sollten. Ebenfalls empfehlenswert kann die Nachtpflege für Demenzerkrankte sein, da diese eine Rundumbetreuung sicherstellt, die pflegende Angehörige oftmals nicht selbst leisten können. Tages- und Nachtpflege wird als Pflegesachleistung abgerechnet. Die maximale Unterstützung ist gestaffelt nach Pflegegrad:

• Ohne Pflegegrad: 0€
• Pflegegrad 1: 0€
• Pflegegrad 2: 689€
• Pflegegrad 3: 1298€
• Pflegegrad 4: 1612€
• Pflegegrad 5: 1995€.

Zusätzlich kann bei allen Pflegegraden der Entlastungsbetrag (monatlich 125€) für die Tagespflege verwendet werden. Alle Kosten darüber hinaus muss der Betroffene bzw. Angehörige selbst tragen. Sowohl die Tages- als auch die Nachtpflege können über die Pflegeversicherung beantragt werden. Voraussetzung für eine Kostenübernahme von der Pflegeversicherung ist mindestens der Pflegegrad 2.

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