Die Kurzzeitpflege

Im Rahmen der Kurzzeitpflege begibt sich die pflegebedürftige Person für eine begrenzte Zeit in vollstationäre Pflege.

 

Die Kurzzeitpflege ist eine Alternative zur dauerhaften Pflege im Heim und dient der Entlastung für die pflegenden Angehörigen und kann ohne eine Kombination der Verhinderungspflege für maximal 4 Wochen beantragt werden. Wenn Sie die Verhinderungspflege mit der Kurzzeitpflege kombinieren, können Sie für 56 Tage im Jahr bzw. 8 Wochen die Kurzzeitpflege nutzen.

Was ist Kurzzeitpflege und welche Leistungen sind enthalten?

Im Rahmen der Kurzzeitpflege begibt sich die pflegebedürftige Person für eine begrenzte Zeit in vollstationäre Pflege. Dies kann beispielsweise nach einem Krankhausaufenthalt genutzt werden, wenn die pflegebedürftige Person noch nicht gesund genug ist, nach Hause zurückzukehren oder um den pflegenden Angehörigen eine Pause von der häuslichen Pflege zu ermöglichen. Anspruch auf die Kurzzeitpflege haben seit 2017 alle Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 oder Personen, die einen Unfall hatten. Die Kosten für die Kurzzeitpflege werden in Pauschalbeträgen, unabhängig des Pflegegrades von der Pflegekasse bezuschusst. Ab Pflegegrad 2 haben alle Pflegebedürftigen einen Anspruch auf insgesamt 1.612€ pro Jahr. Analog zu anderen Optionen der vollstationären Pflege beinhaltet dies keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung – diese müssen von dem zu Pflegenden bzw. den Angehörigen selbst getragen werden und sind abhängig von der Einrichtung und Zimmergröße. Darüber hinaus können Sie die Leistungen der Verhinderungspflege mit der Kurzzeitpflege kombinieren. Sollten Sie also die Leistungen der Verhinderungspflege nicht, bzw. nicht in vollem Umfang benötigen, können Sie bis zu 100% dieses Budgets für die Kurzzeitpflege nutzen – bis zu 3.224 Euro pro Jahr.

Wie wird die Kurzzeitpflege beantragt?

Die Kurzzeitpflege muss vor dem geplanten Startdatum beantragt werden. Dies kann vom dem Pflegebedürftigen selbst oder dem gesetzlichen Betreuer oder Vormund übernommen werden. Das Antragsformular kann bei der Pflege- bzw. Krankenkasse eingeholt werden. Wenn Sie oder Ihr zu pflegender Angehöriger noch keinen anerkannten Pflegegrad haben, sollten Sie sich erst an die Krankenkasse wenden. Diese und die Pflegekasse können Ihnen beim Ausfüllen der Anträge helfen. Kranken- und Pflegekassen können auch bei der Auswahl der passenden Einrichtungen helfen, damit Sie schnell einen geeigneten Platz für die Kurzzeitpflege finden. Soweit möglich, können Sie sich mit einer Vorabbesichtigung der Einrichtung einen ersten Eindruck verschaffen und eventuelle Fragen direkt vor Ort adressieren.

Für wen ist die Kurzzeitpflege sinnvoll?

Kurzzeitpflege ist sinnvoll für Personen, die nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht wieder gesund genug sind, um zu Hause gepflegt zu werden oder für alleinstehende Senioren, die für begrenzte Zeit, zum Beispiel nach einem Unfall oder einer Erkrankung professionell gepflegt werden müssen. Die Kurzzeitpflege kann auch als Zwischenlösung genutzt werden, z.B. für die Zeit, in der Sie sich als Angehöriger nicht um den Pflegebedürftigen kümmern können (z.B. durch eigene Krankheit oder Urlaub).

Alles auf einen Blick

Zuzahlung: Ab Pflegegrad 2 bewilligen die Pflegekassen eine pauschale Zuzahlung von 1.612 Euro pro Jahr.
Kombiniert mit der Verhinderungspflege: So stehen Ihnen sogar bis zu 3.224 Euro für die Kurzzeitpflege zur Verfügung.
Eigenanteil: Die Pflegekasse übernimmt nur den Pflegeanteil. Weitere Kosten für Unterkunft und Verpflegung müssen Pflegebedürftige oder Angehörige selbst bezahlen.
Dauer: Maximal 56 Tage (8 Wochen) im Jahr.
Beantragung: Bei der Kranken- oder Pflegekasse.

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